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Mrz 07 2007

Anti-Aging

Anti-Aging ist zum mindest biologisch (körperlich) machbar. Dies wurde in einigen Test wissenschaftlich erwiesen. Das wichtigste dabei ist tägliche bzw. regelmäßige Bewegung in Form von sportlicher Aktivität und die Absetzung von Alkohol, Zigaretten und sonstigen für den Körper schadstoffähnlichen Mitteln.



Desweiteren sollte man die Kalorienaufnahme reduzieren. D.h., ab 16 Uhr keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Mit leerem Magen ins Bett- das wirkt gleich mehrfach als Jungbrunnen, denn dadurch wird während des Schlafs der Glukosespiegel im Blut gesenkt. Blutzucker ist nicht nur ein Alterungsbeschleuniger par excellence, sondern auch die bevorzugte Nahrung für Krebszellen. Außerdem erhöht er den Insulinspiegel im Blut, was sich besonders ungünstig auf Blutgefäße und den Stoffwechsel auswirkt. (Viele biometrische Experimente haben gezeigt, dass ein niedriger Insulinspiegel den Alterungsprozess bremst) Ein weiterer Effekt der nächtlichen Absenkung des Glukose- und Insulinspiegels: Er führt zu einer Verminderung der Körpertemperatur um bis zu 0,5 °C und damit zu einer Verlangsamung aller Körperfunktionen. Dieses Schonprogramm wirkt schon alleine für sich als Altersbremse. Außerdem steigt nach dem abendlichen Fasten die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin sowie des Wachstumshormons, das die körpereigenen Regenerationsmechanismen anregt.



Das tägliche KUR-Programm:

Morgens:

Morgens sollte man vor dem Frühstück 300 mg Alpha-Liponsäure zu sich nehmen. Das eigentlich für Diabetiker entwickelte Medikament senkt den Glukosespiegel und wirkt laut dem Wiener Hormonforscher Johannes Huber auch als Fänger von freien Radikalen – aggressiven Moleküler, die das Erbgut schädigen können. Da das Präperat im Körper Depots bildet sollte man nach drei Wochen eine ebensolange Pause einlegen.

Vormittags:

Einnahme von 400 mg Vitamin C (Ascorbinsäure) zur Unterstützung des Immunsystems: Es ist ebenfalls ein Radikalen-Fänger, unterstützt die Abwehr von Viren und Bakterien und beugt der Arteriosklerose vor. Desweiteren sollte man die beiden Nahrungsergänzungsmittel: 5 ml Selen zur Körperentgiftung sowie Omega-3-Fischölkapseln zur Vorbeugung gegen Gefäßverkalkung einnehmen. Man sollte zusätzlich ein wenig Obst zur Aufnahme von Vitaminen und grünen Tee (wurde bei den Anti-Aging Versuchen als ratsamer Dauer-Durstlöscher genannt) zu sich nehmen.

Nachmittags:

Ab 16 Uhr sollte man wenn möglich keine Nahrung mehr zu sich nehmen. (Kalorienreduktion, Grund, siehe unteren Bericht “Anti-Aging-Versuche”) Vor den täglichen und jeweiligen Trainingseinheiten ist es für die Fettverbrennung förderlich 10 ml L-Carnitin, eine körpereigene Biochemikalie einzunehmen. L-Carnitin wirkt in Verbindung mit der Alpha-Liponsäure positiv auf den Zellstoffwechsel und fördert das Leistungsvermögen und hemmt die Radikalenbildung.

Abends:

Vor dem Schlafengehen haben Studien gezeigt, dass es ratsam ist, 2 Tabletten Resveratrol und das Vitamin-B-Präperat Niacin zu sich zu nehmen, da diese Kombination eine besondere Anti-Aging Wirkung hervorrufen, da sie Langlebigkeitsgene, so genannte Sirtuine, aktiviert.

Anti-Aging-Versuche:

Schon 1956 beobachtete der US-Forscher Clive M. McKay, dass Labormäuse, die weniger zu fressen bekommen, deutlich länger leben als gemästete Tiere. Jahrzehntelang fand dieses Testergebnis keine Beachtung. Erst mit dem Aufleben der Anti-Aging-Forschung begannen sich verschiedene Forschergruppen für das Phänomen der Kalorienreduktion zu interessieren. Seitdem hat in den USA ein regelrechter Wettlauf um die am längsten lebende Labormaus eingesetzt. Eine Gruppe von vermögenden Amerikanern stiftete sogar einen “Methusaleh Mouse Prize”, um den Anreiz für die Anti-Aging-Forschung mit Mäusen zu schaffen. Offenbar mit Erfolg: Mittlerweile konnte beispielsweise die Lebensspanne von Zwergmäusen verdoppelt werden. Bei einem Stamm, der ohnehin schon als besonders langlebig galt, ließ sich die Lebenszei immerhin noch um 40 % steigern. Am spektakulärsten sind wohl die Forschungsergebnisse der Molekulargenetikerin Cynthia Kenyon von der University of California in San Francisco: Durch genetische Eingriffe in den Stoffwechsel und ins Immunsystem gelang es ihr, die Lebenszeit von Fadenwürmern des Typs C. elegans zu versechsfachen – in Einzelfällen sogar zu verzehnfachen.

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